10 Jahre Förderung gefeiert

Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung wurde 2008 gegründet

Osnabrück, 3. Dezember 2018

Es war ein kleines Fest im engen Kreis: In der Villa Hecker feierte Stifterin Gisela Bohnenkamp gemeinsam mit Gästen und Stiftungsmitarbeitern das zehnjährige Bestehen der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung. Es gab Musik, Rück- und Ausblicke und viele Begegnungen. „Gerade Begegnungen sind es, die die Arbeit der Bohnenkamp-Stiftung seit ihrem Beginn im Dezember 2008 prägen“, hob Michael Prior, geschäftsführender Vorstand, hervor. „Ich freue mich, dass ich bei der Umsetzung der Stiftungsziele auf so viele vertraute und enge Weggefährten bauen kann“, sagte die Stifterin während des Festes.

Einer dieser Weggefährten ist Prof. Dr. Götz Alsmann. Der Musiker, Fernsehunterhalter und promovierte Musikwissenschaftler bereichert seit der Gründung das Kuratorium der Bohnenkamp-Stiftung: „Die Zielsetzung der Stiftung liegt mir inhaltlich am Herzen. Eine vollumfassende Bildung ist wichtig. Aber leider zieht die Chancenverteilung in dieser Hinsicht ein Bein nach“, sagte Alsmann. Dies zu ändern, sei ein wichtiges Anliegen der Stiftung, erläuterte er den Grund seines Engagements im zehnköpfigen Kuratorium, das sich zwei Mal im Jahr trifft. Während der Sitzungen berät und entscheidet es über anstehende Projekte und die weitere Ausrichtung der Stiftung. Die Zusammensetzung sei mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Bereiche „farbenfroh“, so Alsmann, was der Diskussion im Kuratorium zugute käme. Diesen Aspekt hob auch Prof. Dr. Arno Ruckelshausen hervor: „Es ist schön zu erleben, dass man Wirkung erzielen kann. Es ist deutlich zu sehen, dass die Projekte der Bohnenkamp-Stiftung Begeisterung bei denjenigen wecken, denen sie zugute kommen“, betonte der Professor für Physik an der Hochschule Osnabrück.

Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind vor allem die Förderung von Bildung, Erziehung und Wissenschaft, aber auch die Unterstützung und der Ausbau kultureller Angebote. So fördert die Bohnenkamp-Stiftung zum einen innovative, fachlich fundierte und auf Nachhaltigkeit angelegte Bildungsinitiativen, die die Chancen von Kindern und Jugendlichen verbessern. Zum anderen unterstützt sie künstlerische Initiativen und Publikationen zu kulturellen Fragen. Dabei ist die Bohnenkamp-Stiftung bewusst regional ausgerichtet und unterstützt mit ihren Projekten vorrangig Menschen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück. Diese Arbeit würdigte in seinem Grußwort Bürgermeister Burghard Jasper, in dem er Projektbeispiele der Stiftung aus den Bereichen Bildung und Kultur benannte. Zugleich übertrug er Eigenschaften, die für einen Unternehmer unerlässlich sind, um im Wettbewerb zu bestehen, auf die Arbeit der Stiftung: Innovation und Kreativität. „Wenn alle mitgenommen werden, profitiert die Gesellschaft davon ganz erheblich“, sagte Landrat Dr. Michael Lübbersmann in seinem Grußwort.

Einen überraschenden Zusammenhang zwischen Persönlichkeiten der Stadt stellte Dr. Sven Jürgensen, der Pressesprecher der Stadt Osnabrück und Autor, her und beleuchtete in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Bohnenkamp-Stiftung: Sie fördert die Publikation eines Buches, das anlässlich des 20. Geburtstages des Nussbaum-Hauses im kommenden Jahr veröffentlicht werden soll. Jürgensen verwies in seinem Vortrag auf Verknüpfungen von Gedanken und Lebenswegen Felix Nussbaums, Hans Callmeyers, Daniel Libeskinds und Hélène Cixous‘, die sich unter anderem im Felix-Nussbaum-Haus und der Stadtgeschichte spiegelten. Franz-Josef Hillebrandt, der Vorsitzende des Kuratoriums der Bohnenkamp-Stiftung, zeigte sich erfreut über die Gäste, die der Einladung gefolgt waren, weil sie die tiefe Verankerung der Stiftung im Gefüge der Stadt Osnabrück verdeutlichten: „Sie alle tragen dazu bei, dass die Stiftungsziele umgesetzt und weitergetragen werden“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Osnabrück.

Musikalisch begleitet wurde das Fest von sieben Mitgliedern der Neuen Hofkapelle Osnabrück, die seit 2017 von der Bohnenkamp-Stiftung unterstützt wird. Sie spielten ein Ständchen mit zwei Stücken aus ihrem barocken Repertoire: Die „Chaconne“ von Giuseppe A. Brescianello und das „Air“ von Johann Sebastian Bach.