Ein Projekt zu 
Unternehmertum und Wirtschaftswissen

Wie funktionieren eigentlich Unternehmen? Wie wird aus einer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell? Und wie können Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Lösungen zu entwickeln und Verantwortung für ihre Umsetzung zu übernehmen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Zukunft.Unternehmen, ein Projekt der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung für weiterführende Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig an wirtschaftliche Zusammenhänge, unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln heranzuführen. Dabei geht es nicht darum, dass alle Jugendlichen später ein Unternehmen gründen. Vielmehr lernen sie, Probleme strukturiert zu bearbeiten, eigene Ideen zu entwickeln und ihre Lösungen überzeugend zu präsentieren.

Das Projekt verbindet ökonomische Bildung mit praktischer Projektarbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Wirtschaft wird nicht nur als abstraktes Unterrichtsthema behandelt, sondern anhand eigener Ideen konkret erfahrbar.
 

So läuft das Projekt ab

Zukunft.Unternehmen besteht aus einem zehnwöchigen Grundlagenprogramm und einem optional anschließenden Intensivprogramm.

Im Grundlagenprogramm durchlaufen die Schülerinnen und Schüler in fünf Modulen eine praxisnahe Lernreise zu zentralen Themen des Unternehmertums. In wöchentlichen Doppelstunden beschäftigen sie sich mit Problemverständnis und Ideenentwicklung, Geschäftsmodellen, Zielgruppen und Marketing, Finanzen und Rechtsformen sowie der Präsentation ihrer Ideen.

Die Umsetzung erfolgt im Wechselspiel aus externen Impulsen und schulischer Vertiefung: Referentinnen und Referenten aus der Praxis kommen in die Schule und bringen Erfahrungen aus Innovation, Gründung und Unternehmertum ein. Die Lehrkräfte greifen die Themen in den Zwischenwochen auf und begleiten die Weiterarbeit in der Klasse.

Alle Materialien, Präsentationen und Arbeitsblätter sind vollständig vorbereitet und werden digital zur Verfügung gestellt. Für Schulen entsteht dadurch ein klar strukturierter Rahmen, der sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden kann.

Im Intensivprogramm können besonders interessierte Schülerinnen und Schüler ihre Ideen weiterentwickeln. Sie arbeiten stärker selbstorganisiert an Lernstationen, konkretisieren ihr Geschäftsmodell und erhalten weitere Begleitung durch externe Expertinnen und Experten. Eine Einbindung des Intensivprogramms ist je nach Schulwunsch sowohl als Arbeitsgemeinschaft, als Profilkurs oder auch als Projektwoche denkbar. Den Abschluss bildet in der Regel eine Präsentation der Ideen an einem außerschulischen Lernort, häufig verbunden mit Einblicken in die regionale Wirtschafts- und Gründungslandschaft.
 

Wir freuen uns darauf, jungen Menschen Fähigkeiten zu vermitteln, um aktiv Zukunft gestalten zu können.

Katharina Lutermann
Gründerin tdlc Innovation GmbH

 

Erfahrungen aus den Schulen

Zukunft.Unternehmen wurde zunächst an einem Gymnasium pilotiert und anschließend gezielt für den Sekundarbereich I weiterentwickelt. Inzwischen wurde das Projekt an acht Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück umgesetzt, von Gymnasien über Oberschulen bis zu Gesamtschulen. Gemeinsam mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung fand eine Weiterentwicklung des Projekts im Hinblick auf die curricularen Anforderungen der Klassen 9 und 10 statt.

Die Rückmeldungen aus den Schulen sind sehr positiv. Besonders hervorgehoben werden die Praxisnähe, die gut vorbereiteten Materialien, die externe Begleitung und die hohe Aktivierung der Schülerinnen und Schüler. Lehrkräfte beobachten, dass die Jugendlichen im Verlauf des Projekts eigenständiger arbeiten, mehr Verantwortung übernehmen und sich intensiver mit ihren Themen identifizieren.

Auch die Abschlussveranstaltungen außerhalb der Schule werden als besonderer Mehrwert erlebt. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ideen vor Publikum und begegnen Menschen aus der regionalen Wirtschaft. Dadurch wird deutlich, dass ihre Arbeit nicht nur eine schulische Aufgabe ist, sondern Anschluss an reale Fragen und Herausforderungen hat.

 

Im Verlauf des Projekts konnten wir deutlich beobachten, wie die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt zugenommen hat.

Jan Wendte
Fachkonferenzleitung Wirtschaft und Berufsorientierung, Thomas-Morus-Schule

 

Besonders überzeugend waren die intensiven Arbeitsphasen in den Klassen, die hervorragende Betreuung im Intensivprogramm und die sehr gelungene Abschlussveranstaltung an einem außerschulischen Lernort.

Dr. Tobias Romberg
Lehrkraft, Gymnasium In der Wüste

Was Zukunft.Unternehmen besonders macht

Zukunft.Unternehmen ist kein Planspiel und kein reiner Gründungsworkshop. Das Projekt verbindet Unterricht, Praxisimpulse, eigene Ideenentwicklung und regionale Vernetzung. Es schafft einen geschützten Rahmen, in dem Schülerinnen und Schüler unternehmerisches Denken ausprobieren können - unabhängig davon, ob sie später selbst gründen möchten.

Für Lehrkräfte bietet das Projekt eine gut vorbereitete, curriculumsnahe und praxisorientierte Unterrichtseinheit. Für Schulen eröffnet es die Möglichkeit, ökonomische Bildung anschaulich, motivierend und zukunftsorientiert zu gestalten. Für Schülerinnen und Schüler entsteht ein Lernraum, in dem sie erleben können: Ich kann mit meinen Ideen etwas bewegen.
 

Das Projekt in der Presse

Berichte in der Medienlandschaft
 

1.7.2025 | NOZ

31.1.2025 | NOZ

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