Der Sitz der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung: Die Villa Hecker in Osnabrück-Nahne

 

Nach mehr als einem Jahr Bauzeit wurde im September 2014 der neue Sitz der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung fertig gestellt. Gisela Bohnenkamp: "Ich freue mich, dass die Stiftung künftig in einem besonderen Ambiente, in einer besonderen Umgebung arbeiten darf". Die besondere Umgebung ist der Schölerberg und vor allem der Osnabrücker Zoo, dessen Zoo-Schule die Stiftung als nachbarschaftliche Geste zum Einzug mit einer Spende von 10.000 Euro bedacht hat. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz der Stadt Osnabrück wurde das Haus umfassend in Stand gesetzt und energetisch modernisiert, sowie weitgehend von späteren Um- und Einbauten befreit worden. Die Einfachheit der früheren Privaträume Franz Heckers in der oberen Etage findet in der neuen Raumgestaltung ihren Ausdruck. Hier sind die Büroräume der Mitarbeiter und eine Teeküche untergebracht. Im Erdgeschoss ist das Atelier des Malers in seiner ursprünglichen Größe wieder hergestellt worden. Hier soll später ein Querschnitt aus dem Lebenswerk Heckers gezeigt werden. Außerdem gibt es einen Konferenzraum, sowie neben dem Eingangsbereich auch das Kaminzimmer und den Wintergarten. Im Kellergeschoss ist die IT- und Haustechnik untergebracht. 1912/13 hat Franz Hecker (1870-1944) das Haus für sich gebaut, mit relativ einfachen Materialien. Die Architektur des Hauses entspricht dem Historismus des frühen 20. Jahrhunderts, mit barocken Stilelementen, nach den Vorstellungen Heckers gestaltet. Er hatte Mut zu starken Farben. Das Haus wurde am 1. Juli 1983 unter Denkmalschutz gestellt. Die Architekten Christian Heißenberg und Matthias Sycha aus Bad Salzuflen haben akribisch nach Spuren der alten Substanz und Farben gesucht und suchen lassen. Dazu ist eine Befunduntersuchung von der Restauratorin Susanne Schmidt aus Friedland durchgeführt worden. Das Ergebnis, ein dicker Ordner, liegt hier aus. Unter Berücksichtigung der Befundergebnisse wurden die frühere intensive Farbgestaltung der Erdgeschossräume, Putzflächen der Fassaden, sowie Gestaltungselemente an Fenstern, Türen und Holzkonstruktionen wieder sichtbar gemacht. In der Gartenplanung wurde das Ziel verfolgt, die historische Herkunft des Gartens zu unterstreichen und zur Wirkung zu bringen. Die vorhandenen Architekturelemente, Garten- und Brunnenhaus, Treppen und Wege, konnten erhalten oder erneuert werden. Alte Bäume und Hecken bilden das Grundgerüst für einen blühenden Obst- und Ziergarten.

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