Erfahren, woher wir kommen - Lesereihe zu den Grundschriften der europäischen Kultur

Osnabrück, im April 2018

Die Schriften der griechischen und römischen Antike bilden zusammen mit den Geschichten der Bibel die wichtigste Grundlage unserer literarischen Kultur, ja der kulturellen Überlieferung insgesamt. Durch die Mythen erhalten wir Zugang zu Geschichte und Religion des frühen Europa. Dass in ihnen eine »tiefere Bedeutung zu finden sei, ist zumindest den Künstlern immer bewusst gewesen, enthalten sie doch ein Grundwissen über den Menschen und seine Einbindung in kosmische, religiöse und soziale Zusammenhänge.

In siebenundzwanzig Veranstaltungen sollen über drei Jahre hinweg Grundtexte und Grundschriften der europäischen Kultur vorgestellt werden: vom Gilgamesch-Epos über Ovids Metamorphosen bis zu Montaigne und Shakespeare, von der Apologie des Sokrates über das Nibelungenlied bis zu den Grundtexten der Moderne von Kant, Marx und Nietzsche.

Was ist der Sinn des Unternehmens? Es der Versuch zu erfahren, woher wir kommen, ein Versuch der Selbstvergewisserung und Selbstbegegnung im Spiegel »gültiger« Texte. Nicht zuletzt geht es um eine Begegnung mit Werken, die sich jede Generation neu erschließen muss, wenn sie sich ihrer kulturellen Tradition versichern will.

Hanjo Kesting, der langjährige Leiter der Abteilung Kulturelles Wort im NDR, hat das Programm konzipiert und lädt die Besucher zur (Wieder-)Begegnung mit den »Grundschriften« ein. Er führt kommentierend durch die Veranstaltungen. Die Texte sollen auch für sich selber sprechen, zum Leben erweckt von namhaften Schauspielerinnen und Schauspielern.

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