Und so war es - das POLYCHROM Festival 2022

Das POLYCHROM Festival präsentiert die schillernde Vielfalt der aktuellen deutschen Jazz-Szene

Bunt, bunter, Polychrom

Das POLYCHROM Festival präsentiert die buntschillernde Vielfalt der aktuellen deutschen Jazzszene. Acht junge, aufregende und aufstrebende Bands aus Osnabrück und ganz Deutschland spielen am 4. Juni 2022 beim POLYCHROM von 15 bis 23 Uhr im Stadtzentrum von Osnabrück. Auf zwei Bühnen – am Ledenhof und an der Katharinenkirche – zelebriert das POLYCHROM die facettenreiche Jazzszene: Es gibt Lindy Hop und Latin, Swing, Neo Soul und Electro-Jazz. Das POLYCHROM lädt ein zum Flanieren und Lauschen, zum Tanzen genauso wie zum Rotwein trinken. Ab 23 Uhr legt DJane Steffi bei der After-Show-Party in der Lagerhalle auf.

Jazz-Student Luka Kleine und das Musikbüro Osnabrück e.V. organisieren das POLYCHROM schon zum zweiten Mal. Förderer des POLYCHROM ist die Friedel & Gisela Bohnenkamp- Stiftung. Der Eintritt ist frei.

Erst studierte sie Jazz-Gesang in Osnabrück – jetzt lebt sie als professionelle Musikerin in Berlin. Mit ihrer ausdrucksvollen Stimme begeistert die Sängerin Melanie Ring ihr Publikum und verwandelt ihre lyrischen Texte in träumerisch, schwebende und dann wieder spannungsreiche Melodien – am 4.  Juni  kommt  sie  mit  ihrem  neuen  Projekt  “Wyoka”  zum  Polychrom  Festival  zurück  nach Osnabrück. Genau so wie Ring damals hegen viele Musikstudierende in Osnabrück den Wunsch, Teil der Jazzszene auch außerhalb Osnabrücks zu sein und die Jazzszenen miteinander zu verknüpfen. Mit der Veranstaltung des Polychrom Festivals setzen der Jazz-Student Luka Kleine und die ehemalige Jazz-Studentin Anna Suzuki diesen Wunsch in die Tat um. Kleine initiierte das Festival, Suzuki arbeitet inzwischen beim Musikbüro Osnabrück e.V. – nun organisieren sie das Polychrom Festival schon zum zweiten Mal. “Es gibt so viele tolle Jazz-Projekte in Osnabrück – die wollen wir in der Öffentlichkeit sichtbar machen”, sagt Kleine, “und die Verbindung zwischen der Kölner, Berliner und Osnabrücker Jazzszene ist der Treibstoff für das Polychrom”, fährt er fort. Um dieses Netzwerk zu stärken organisieren sie dieses Jahr nicht nur einen Festivaltag, sondern vorab auch drei Sessions, die in der Lagerhalle stattfinden. Am 3. April, 8. Mai und 29. Mai 2022 treffen sich hier Newcomer und Bekanntheiten der Jazzszene um gemeinsam Musik zu machen. “Jam-Sessions sind das Herz des Jazz”, sagt Dominique Rosenbohm die am Institut für Musik Jazz-Gesang studiert, “hier entsteht im Zusammenspiel neue Musik – it’s magic.”

Neu ist dieses Jahr auch, dass das Festival auf zwei Bühnen mitten in der Stadt stattfindet: Am Ledenhof und an der Katharinenkirche. “Es ist toll, dass wir dieses Mal so zentral spielen”, sagt Suzuki, “dadurch können wir Menschen erreichen, die normalerweise gar keinen Jazz hören und beim Shoppen einfach an unseren Bühnen vorbeilaufen.” Auch die After-Show-Party findet ab 23 Uhr inmitten Osnabrücks in der Lagerhalle statt.

Es spielen bekannte Größen des deutschen Jazz wie Mirna Bogdanovic aus Berlin – die gerade den Deutschen Jazzpreis für ihr Debütalbum erhalten hat – Leon Maria Plecity – der Jazz-Gitarre in Osnabrück studierte und mit seinem neuen Projekt aus Köln kommt – und Rokhaya Niang mit “Footprint Project” aus Berlin neben Newcomern wie dem anfangs erwähnten “Wyoka” und dem “Trio Delgado”. “Dieses Jahr ist die Musik extrem tanzbar”, sagt Suzuki “es gibt Lindy Hop und Swing, modernen Jazz genauso wie poppige und elektronische Jazz-Projekte.”

Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, die das Polychrom 2022 fördert, regte dazu an, das Festival groß und zentral anzulegen: “Die Stiftung hat von Anfang an großes Potenzial in unserem Festival gesehen und uns konzeptionell unterstützt”, sagt Kleine. Bisher unterstützte die Stiftung unter anderem mit der Neuen Hofkapelle Osnabrück die Barockmusik: “Moderne Musikstile reizen uns schon seit längerem und wir sind unglaublich glücklich über unsere Zusammenarbeit mit dem Polychrom”, erzählt Michael Prior, Sprecher des Vorstandes der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung. Am 4. Juni können wir das Ergebnis dieser Zusammenarbeit sehen und vor allem – hören.

POLYCHROM Festival: Bühne am Ledenhof und an der Katharinenkirche, Samstag, 4. Juni 2022, ab 15 Uhr. Ab 23 Uhr After-Show-Party mit DJane Steffi in der Lagerhalle. Der Eintritt ist frei.

 

Programm POLYCHROM Sessions

POLYCHROM Session am Sonntag, 3. April 2022

Die erste Session findet am Sonntag, den 03.04.2022, in der Lagerhalle statt und startet ab 15.30 Uhr. Die Modern Jazz Formation Cubic Oddities eröffnet die erste Session. Die Kompositionen der sechs jungen Musiker verbinden groovige Basslines mit kollektiver Improvisation, elegante Harmonien mit außergewöhnlicher Instrumentation und ungerade Takte mit eingängigen Melodien. So unterschiedlich die Facetten der Musik von Cubic Oddities sind, so vereinend formen sie ein Ganzes – wie die sechs Seiten eines Würfels.

Jakob Löbert – Schlagzeug, Flöte

Ron Fabian – Piano

Anton Hübner – Bass

Maximilian "Luwak" Kühnel – Vibraphon

Santiago Giesler Garcia – Blasinstrument

Joscha ter Wey – Blasinstrument

 

POLYCHROM Session am Sonntag, 8. Mai 2022

Die zweite POLYCHROM Session findet am Sonntag, den 08.05.2022, in der Lagerhalle statt und startet ab 15.30 Uhr. Die Session eröffnet das Osnabrücker Jazzquartett „Flaw And Order“. Wie der Name verrät, widmet sich ihre Musik der Ambivalenz aus Chaos und Ordnung. Feste Strukturen werden gezielt gestört und aus einem Tohuwabohu von Klängen erwächst eine neue Gesetzmäßigkeit. Dabei loten die vier Musiker*innen fortwährend verschiedene Klangwelten aus und klingen dabei mal losgelöst, frei und schwebend, dann wieder gefestigt, klar und eingängig. Ihre musikalische Neugier drückt sich vor allem in Eigenkompositionen, aber auch in modernen Interpretationen von Songs und Standards aus. Die Musik, die dabei entsteht ist meistens im Bereich des Modern Jazz anzusiedeln.

 

Wiebke Schröder – Piano

Mattis Balks – Alt-/Sopransaxophon

Minh Voong – Kontra-/E-Bass

Sebastian Metken – Schlagzeug

 

 

POLYCHROM Session am Sonntag, 29. Mai 2022

Die letzte Jam-Session findet am Sonntag, den 29.05.2022, in der Lagerhalle statt und startet ab 15.30 Uhr. Das Trio Bonsai eröffnet die Session. Mit Witz und viel Fantasie verwachsen Bassklarinette, Posaune und Schlagzeug miteinander. Bonsai verwandelt sich mal in ein sensibles, zartes Pflänzchen, mal tobt die Band, wie die peitschende Weide. Auf fruchtbarem Boden erblühen aus treibenden Rhythmen und schillernden Harmonien melancholische Melodien und wilde Improvisationen.

 

Svenja Burmester – Posaune

Justus Czaske – Bassklarinette, Altsaxophon

Luka Kleine – Schlagzeug, Glockenspiel

Programm POLYCHROM Festival 2022

Rootbirds feat. Osnahop
Am Ledenhof
15 Uhr

Die “Rootbirds” lassen den Jazz der 1920er und 30er Jahre wieder aufleben. Die eigenen Arrangements – geprägt vom Stil des Chicago Jazz bis hin zur Swing Ära – präsentieren Vintage Jazz in frischem Gewand. Passend zur Musik wird der Tanzboden ausgerollt: Das ausgelassene Lindy-Hop-Tanzen lässt die Swing Ära wieder aufleben. Zusammen mit Osnahop laden wir zum Social Dance ein!

Jens Buschenlange – Horn, Trompete
Sebastian Schulte – Posaune
Jan Bostelmann – Tenor- und Sopransaxophon
Jan-Paul Herbst – Alt- und Baritonsaxophon, Klarinette
Torsten Stuckenholz – Gitarre
Tilmann Geske – Bass
Lukas Winter – Schlagzeug


Svenja meets the Trio
An der Katharinenkirche
16 Uhr

Die Posaunistin Svenja Burmester trifft das “Trio Delagdo”. Gemeinsam erkunden sie die verschiedenen Facetten des traditionellen Jazz und spannen einen Bogen in die heutige Zeit, um die aktuellen Wege des Jazz zu erforschen.

Svenja Burmester – Posaune
Enrique Delgado Maguiña – Klavier
Daniel Schlipf – Kontrabass
Julian Söth – Schlagzeug


Wind Machine
Am Ledenhof
17 Uhr

Das Jugendjazzorchester Niedersachsen “Wind Machine” versammelt die besten Jazz-Nachwuchskünstler*innen des Landes. Mit modernen Arrangements erkunden sie die vielfältigen Traditionen des Jazz. Das Markenzeichen des Jazzorchesters ist der akustische und fürsorglich gestaltete Sound, der die Band in die Nähe sinfonischer Klangwelten bringt.

Saxophon: Jannik Boos, Silas Burg, Janna Friedrich, Noah Hempen, Artem Kasterin, Leon Ohlef, Antonia Osburg, Mats Schulte, Leonora Tomanoski
Trompete: Ludwig Bertram, Phillip Heise, Philipp Passiel, Carsten Pille, Simon Plümer, Michael Schuh, Jan-Hendrik Sommer
Posaune: Thorven Dagobert Bahr, Frederik de Vries, Florian Groß, Matthias Löwen, Aaron Ohlef, Linus Plümer, Bela Jakob Tschochner
Gitarre: Konrad Bertram, Konrad David Schwedhelm
Klavier: Jasper Brunsch, Malte Klingenberg, David Urban
Bass: Leo Kilper, Lena Lorberg
Schlagzeug/Percussion: Johannes Kalt, Tim Lennartz
Vibraphon: Johannes Claassen, Simon Gums
Gesang: Mita Hiemer, Lennart Meyer, Hannah Siekiera, Calvin Christopher Zarnack

Dirigent: Ulrich Plettendorff


Leon Plecity’s Extraordinary Machine
An der Katharinenkirche
18 Uhr

Das neue Sextett um Komponist und Gitarrist Leon Plecity stellt auf dem POLYCHROM Festival seine ungewöhnliche Besetzung vor: Ohne Klavier aber dafür mit drei Melodieinstrumenten ausgestattet, erkunden sie mit Eigenkompositionen neue klangliche Räume des modernen Jazz.

AnnaMina Schneider – Stimme
Johanna Klein – Saxophon
Marie Tjong-Ayong – Trompete
Leon Maria Plecity – Gitarren
Ursula Wienken – Bass
Jakob Görris – Schlagzeug


Mirna Bogdanovic
Am Ledenhof
19 Uhr

Das Debütalbum “Confrontation” der Sängerin und Komponistin Mirna Bogdanovic erhielt 2021 den Deutschen Jazzpreis. Ihre Eigenkompositionen spiegeln Elemente und Strukturen des Jazz, Pop und der Klassik, und lassen kaleidoskopische Muster entstehen, die unvorhersehbar sind.

Mirna Bogdanovic – Stimme, EFX, Ukulele
Peter Meyer – Gitarre
Povel Widestrand – Klavier, Synth
Felix Henkelhausen – Bass
Philip Dornbusch – Schlagzeug


Wyoka
An der Katharinenkirche
20 Uhr

“Wyoka” ist ein neues Pop-Jazz-Projekt aus Osnabrück. Die lyrischen Texte der Sängerin Melanie Ring verwandeln sich in träumerisch, schwebende und dann wieder spannungsreiche Melodien, die in eine poppig-experimentelle Soundlandschaft fließen. Die Band liebt Hip Hop, Neo-Soul und Jazz, und genau das hört man* auch.

Melanie Ring – Stimme
Felix Seefluth – Schlagzeug
Nils Bölting – Gitarre
Aron Weise – Bass
Leon Richenhagen – Klavier


Footprint Project
Am Ledenhof
21 Uhr

“Footprint Project” ist eine zehnköpfige Brass’n’Beats Combo aus Berlin. Die Band mischt Elemente des Jazz mit Pop, Raggae und progressive Rock. Hier laufen soulige Gesangsmelodien in volle Brasslines und sphärische Klangfelder treffen auf treibende Beats.

Rokhaya Niang – Stimme
Anton Kowalski – Saxophon
Aron Hentschel – Schlagzeug, Stimme
Elias Lindermann – Bass
Lenny Hanselmann – Gitarre
Jonathan Steffen – Posaune
Max Feig – Gitarre
Max Gogolin – Trompete
Nils Brzoska – Beatbox
Moses Yoofee Vester – Klavier

 

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